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09.10.2007 Erschienen bei www.custombike-magazin.de Ein Wesen aus Energie mit beliebig variablem Körperbau. Trifft doch zu, wenn wir unseren Blick auf die Yamaha FZR 1000 werfen Eine funkelnde Felge und das unglaublich steile Heck sind die Merkmale, die den Blick als erstes auf sich lenken. Wie zur Bekräftigung auf der rechten Seite akzentuiert von dem Eagle-Rohr, das beim Näherkommen sein Ende wie die Mündung eines Maschinengewehrs unmittelbar brutal präsentiert. Der außergewöhnlich schneidende Blick der „Borg“ genannten Kreatur brennt dir seine Mission schon beim bloßen Anblick bis tief hinter die Hirnrinde. Effizienz, technische Perfektion, Stärke und Widerstandsfähigkeit waren Trumpf, ästhetische Erwägungen spielten dagegen beim Umbau keinerlei Rolle. Nur so ist wohl die einzigartige ...
 Gestaltung der Borg, vor allem die der Heckpartie zu erklären. Kein Mitleid für die Mehrheit und erst recht nicht für das Individuum, denn wenn der Stinkbug seinen Hintern hebt, hat der Feind keine Chance mehr. Die offensichtlichen Hirnwindungen über dem so energisch drein blickenden Antlitz der 1989er Yamaha FZR1000 entstammen Erbauer Rudy Gallo und lassen keinerlei Mitleidsregungen erahnen. In den Tank integriert hat der Paderborner das Dashboard für die diversen Aggregatszustände. Nicht ohne die Platinen in die Flanken mit einzuarbeiten, denn Borg-Implantate synthetisieren bekanntlich alle Nährstoffe. Nicht wirklich harmlos tritt das Bike bereits durch die imposante Autofelge auf, die auf Hochglanz poliert ist wie alle metallartigen Teile an diesem Fighter. An der Maschinenkraft der Borg wurde nicht gedreht, die ist ja mit der Maximum Power von 145 PS reichlich vorhanden. Aber für eine wahrhaft raumgreifende Eroberung des Weltalls, stellt sich eine über einen Meter breite Dragbar von Fehling an die fordernde Hand. Folientaster bieten die futuristische Art der Beeinflussung von Befehlszuständen. Schließlich ist schon dem Hintern keinerlei Komfort vergönnt. Der wird sogar noch von unten durch eine Acrylglas-Platte per LEDs beleuchtet. Die Ideen und Erfahrungen, die Rudy Gallo seinem Borg angedeihen ließ, schöpfte dieser aus der Arbeit mit den unterschiedlichen Materialien, aus denen er diese einprägsamen Parts professionell herstellt. Den Spiegel und ihre Halterungen, die Griffe an der Lenkstange, Crash-Pads und die Behältnisse für Brems- und Kupplungs-Zylinder sind entweder selbst entwickelte Teile oder von ihm nochmals aufwendig überarbeitet – und immer auf Hochglanz poliert. Das sind all die kleinen Teile, die bei näherer Betrachtung erst ins Auge fallen. „Extremo“ lautet der Name für den Sitzhöcker, der diesem mehr als gerecht wird. Rudy erstellte für diese exorbitante Konstruktion einen eigenen Heckrahmen. mehr ... |